"Ich sehe, dass die jungen Leute langsam das Ruder übernehmen und es noch besser machen als ich. Darauf bin ich wirklich sehr stolz."

Die Ideale von Gerrit Koops

Name Gerrit Koops
Mitarbeiter von TSC  Gründer

20 jahre TSC Silos

„Wir müssen komplette Silos anbieten, nicht nur die Komponenten! Man kauft doch auch keine Dachziegel wenn man ein Haus sucht?“ Als er bei seinem ehemaligen Arbeitgeber keine Unterstützung für diese Vision fand, gründete Gerrit Koops sein eigenes Silounternehmen: Top Silo Constructions. Bei einem Gespräch im Konferenzraum des brandneuen TSC-Gebäudes blicken wir zusammen mit Gerrit auf zwanzig Jahre TSC zurück. Auf seine Vision vom Silobau, die Möglichkeiten, das Wachstum, das Fachwissen und sein großer Stolz: die TSCer.

Inspirierende basis

gerrit koops - top silo constructionsAls Einkäufer bei Stork in Hengelo lernte Gerrit nach eigenen Angaben den Unterschied zwischen einer Schraube und einer Mutter kennen. „Eine schöne und lehrreiche Zeit“ nennt er diese Basis. Als er zum Militärdienst eingezogen wurde, vertiefte er sich abends bei der Marine in seine Bücher. Das brachte ihm seinen Buchhalterabschluss und eine neue Zukunft als Interim-Manager. Banken stellten ihn ein, um die instabilen Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. So lernte Gerrit in jungen Jahren viele Unternehmen kennen und lernte er die Lehren vieler weiser Menschen. „Wir müssen mehr verkaufen, dann können meine Mitarbeiter hier weiter arbeiten“, hörte er von einem besorgten Eigentümer eines großen Fahrradherstellers. Die Verantwortung des Unternehmertums entdeckte Gerrit schon bevor er selbst Unternehmer wurde.

Ich möchte komplette Silos liefern!

Sein letzter Interimsarbeitsplatz brachte ihn 1990 zu einem Silounternehmen. Es war ein Geschäft, das ihn faszinierte, Arbeit, in der er Möglichkeiten sah und Chancen, die er schließlich als Verkäufer im Dienste des Unternehmens ergreifen wollte. Gerrit: „Wir haben Komponenten von Silos geliefert. Praktisch und mit einem geringen Risiko. Aber im Gespräch mit den Kunden stellte ich schnell fest, dass diese lieber ein komplettes Silo bevorzugen. Logisch, man kauft ja schließlich auch keine Dachziegel, wenn man eigentlich auf der Suche nach einem Haus ist. Ich wollte also komplette Silogebäudes liefern. Aber damit wollten sie leider nicht beginnen, denn das erfordert viel Fachwissen.“

Know-how in den Niederlanden halten

1996 weckte er die Aufmerksamkeit eines Deutschen, der Möglichkeiten in der Vision des eigensinnigen Niederländers sah. Gerrit: „Ich spreche deutsch, also bin ich zu einem Treffen nach Bayern gefahren. Der Geschäftsführer fragte mich, ob ich in Deutschland leben wollte, um Silos für ihn zu verkaufen. Das wollte ich nicht.” Gerrit machte deshalb einen Gegenvorschlag: „Liefern Sie mir Ihre Teile, dann mache ich es von den Niederlanden aus.“ Außerdem machte er das woran er glaubte: komplette Silos liefern. Gerrit: „Mit einem guten Netzwerk von Leuten um mich herum habe dafür gesorgt, dass gezeichnet, gerechnet, geliefert und gebaut wurde.“ Und so war Top Silo Constructions 1998 eine Tatsache.

Allein den Markt erobern

Mit den Niederlanden als Heimatbasis und nur einem Stapel Visitenkarten in der Tasche eroberte Gerrit den Markt: „Alle drei Monate war ich irgendwo auf der Welt auf einer Messe. Nicht mit einem Stand, dafür hatte ich kein Geld, aber mit meinen Visitenkarten in der Tasche war ich selbst ein „laufender“ Messestand.“ Und nicht ohne Erfolg. Mit Aufträgen in den Niederlanden, Norwegen, Deutschland und Österreich wuchs Gerrits Geschäft stark weiter. Die Vision des Niederländers erwies sich als richtig.

Vom Ein-Mann-Betrieb zum Zwei-Mann-Betrieb

Gerrit stellte fest, dass er ein wenig Unterstützung gebrauchen könnte. „Um fünf Uhr morgens stand ich auf, um den Verkauf zu erledigen, die Zeichenarbeit zu koordinieren, bei der Lieferung anwesend zu sein, Kunden Rede und Antwort zu stehen, um dann wieder zu schlafen. Wenn ich jetzt darauf zurückblicke, war das tatsächlich etwas viel.“ Die Einstellung des ersten Mitarbeiters war ein großer Schritt nach all den Risiken, die er als Interim-Manager kennengelernt hatte. Gerrit: „Vom Ein-Mann-Betrieb zum Zwei-Mann-Betrieb. Das bedeutet eine Verdoppelung der Kosten, also mussten wir auch das Einkommen verdoppeln, ziemlich aufregend. 2006 habe ich Erik Wassink, einen ehemaligen Kollegen, angerufen. Ich fragte ihn, ob er für mich arbeiten wollte. Das wollte er; er war zuversichtlich.“ Und nicht zu Unrecht. Dank guter Partnerschaften, harter Arbeit, intelligenter Investitionen und vor allem der Erfüllung von Vereinbarungen hält das Wachstum bis heute an. Neben Erik können sich jetzt zwanzig Personen TSCer nennen. „Die Lebensmittelindustrie hat noch nie eine Krise gehabt, also haben wir weitergemacht. Unser Wachstum wird sich wohl fortsetzen.“

„Unser Wachstum wird sich wohl fortsetzen.“

Unsere Vision stimmt

Wenn wir ihn fragen, worauf er jetzt am meisten stolz ist, 20 Jahre nachdem er zum ersten Mal mit einem Stapel Visitenkarten eine Messe betrat, antwortet er entschieden: „dass meine Vision die richtige war. Die Lieferung kompletter Silos, das ist genau richtig. Den Entwurf und die Berechnung führen wir im eigenen Haus durch. Das ist der Kern unseres Produktes. Wir konzipieren ein hochwertiges, durchdachtes Legosystem und lagern Fertigung und Montage aus. Der Entwurf unserer Bauteile ist so intelligent, dass bei der Fertigung nach Zeichnungen eine minimale Fehlerwahrscheinlichkeit besteht. Diese Kombination, internes Wissen und Durchführung außer Haus, ist Teil unserer Erfolgsformel.“

Zeichnen

TSC Silos - Gerrit Koops

Mit dieser hochwertigen 3D-Zeichenarbeit ist TSC nun sehr erfolgreich am Markt. Gerrit ist stolz darauf: „Vor acht Jahren zeichneten wir unser erstes Silo in einem 3D-Zeichenprogramm. Besonders die jungen Zeichner waren begeistert.“ Wissen zu teilen, das ist für Gerrit sehr wichtig: „Wir möchten natürlich gerne zeigen, worauf wir stolz sind, und auch für den Markt ist es wichtig, sich gegenseitig mit neuen Entwicklungen zu inspirieren. Virtual Reality ist so eine interessante Entwicklung, die wir aufmerksam verfolgen. Mit solchen Techniken, die im Wohnungsbau und Schiffbau bereits viel häufiger eingesetzt werden, reduzieren wir unser Fehlerrisiko.“

Berechnen

Neben qualitativ hochwertigen 3D-Zeichnungen ist eine gute statische Berechnung der Statiker für das internationale Geschäft von TSC unverzichtbar. „Wir bauen unsere Silos in strikter Übereinstimmung mit europäischen Standards. Unsere Mitarbeiter kennen diese genau. Das muss auch so sein, da ein Silogebäude enormen inneren und äußeren Belastungen standhalten muss. An der Küste kann es stark wehen, in Norwegen müssen wir mit riesigen Schneelasten auf dem Dach rechnen und in China berücksichtigen wir die stärksten Erdbeben. Dort errichten wir Silos, also müssen wir wissen, wie sich solche Naturgewalten auf unsere Silos auswirken. In dieses Fachwissen investieren wir stark. Dennis hat beispielsweise gerade sein Studium im Bereich Erdbeben vollendet. Wir übernehmen diese Rolle. Wir teilen unser Wissen, auch um den Markt zu stärken. Ein Silo ist so ein spezifisches Produkt, viele Forscher wissen nicht, wie sie es richtig einschätzen sollen. Wir zeigen ihnen, worauf sie achten sollten. Im Gegenzug lernen wir viel von ihren kritischen Fragen.

„In Fachwissen investieren wir stark“

Management

„Unsere Kundenbetreuer verbinden alle Projektphasen miteinander. Sie sind als erste Anlaufstelle äußerst wichtig. Sie gehen zu unseren Kunden, um herauszufinden, was sie wollen, sie koordinieren die Berechnungen und übertragen die Informationen an die Projektmanager. Sie besuchen die Baustelle und stehen mit den Kunden in Kontakt. Ein solcher Prozess kann bis zu drei Jahre dauern. Es ist schön zu sehen, wie Jungs wie Sven und Daan Probleme selbst lösen. Oft höre ich erst hinterher von einer Herausforderung, die sie selbst schon hervorragend bewältigt haben. Diese Flexibilität, das kreative Denken, darum geht es bei uns. Die Kunden müssen mit Produkten zufrieden gehalten werden, die ihnen Umsatz generieren. Unsere Arbeit geht also weit über einen guten Preis hinaus. Zuerst der Wunsch des Kunden, dann erst der Silo. Wenn wir sicherstellen, dass es funktioniert, kaufen sie nirgendwo anders. Daher sind uns unsere Kunden der ersten Stunde bis heute treu.“

de idealen van Gerrit Koops

Mehr inhalt

Da sie mit 27% mehr Inhalt pro Quadratmeter effizienter sind als Rundsilos, haben TSC-Silos vom ersten Tag an eine rechteckige Form. Gerrit: „Für einen Produktionsprozess mit nur einer Zutat kaufen Sie ein rundes Silo, aber für alles mit mehr als einer Zutat wählen Sie ein rechteckiges. Logisch. Kaffee ist ein gutes Beispiel. Die verschiedenen Kaffeebohnenqualitäten werden in verschiedenen Silos gelagert, danach werden sie gemischt und geröstet. Die verschiedenen Mischungen, das Endergebnis, werden dann sauber nebeneinander gelagert, bevor sie verpackt werden. Durch die gemeinsamen Zwischenwände der Silos geht kein Raum verloren. Mit runden Silos ist das nicht möglich.“ ”

Mit dem Geschäft des Kunden mitdenken

Seine starke Vision muss Gerrit ab und zu verteidigen. Es wird ihm beispielsweise regelmäßig empfohlen, zu standardisieren. Durch massive Auslagerung nach China kann man viel mehr verdienen. Gerrit: „Das werden wir also nicht tun. Wir denken mit unserem Auftraggeber mit und er verdient dies anschließend in seiner Produktion zurück. Mit Maßarbeit tragen wir zum Ergebnis seines Kerngeschäfts bei. Das ist nicht möglich, wenn wir Massenprodukte liefern.“ Begeistert listet er eine Reihe von Projekten auf, die sein Vertrauen in die Maßarbeit untermauern: „In der Schweiz haben wir einen Silo über eine Eisenbahnlinie gebaut. Das war an sich schon eine Herausforderung und die Installation stand außerdem noch unter einem erheblichen Zeitdruck. Durch eine gute Kalkulation, eine gute Beratung und durch Mitdenken über ihre Probleme und gewünschten Ergebnisse, entsteht Vertrauen und eine langfristige Beziehung.“

Unser Wissen ist unsere Zukunft

Mit dem Fachwissen des Teams als größtes Kapital investiert TSC stark in seine Mitarbeiter. Fachleute, die mit ihrem Master- oder Bachelor-Abschluss bei uns beginnen, werden intern im spezifischen Fachbereich des Silobaus weiter ausgebildet. Gerrit motiviert außerdem sein Team, sich weiter zu bilden. Dennis absolvierte einen Master in Structural Engineering, Namer macht bald seinen Abschluss und ein großer Teil des Teams hat inzwischen Deutsch, Englisch oder sogar Spanisch gelernt. Gerrit: „Unser Wissen ist unsere Zukunft. Wir müssen diese Zukunft behalten, also investieren wir gemeinsam in sie. Ich investiere in die Studiengebühren und die Unterrichtstage, sie in ihre Zeit und ihr Wissen. Und wenn ein Diplom verliehen wird, sitze ich in der ersten Reihe. Darauf bin ich wirklich stolz. Wir sind auch offen für andere Fortschritte. Wir untersuchen derzeit zum Beispiel, ob wir mehr Menschen für unser Wachstum gewinnen müssen oder ob es auch Automatisierungsmöglichkeiten gibt, um schneller zeichnen zu können. Obwohl wir sehr beschäftigt sind, versuchen wir uns Zeit zu nehmen, um Messen zu besuchen, um zu sehen, was unsere Kollegen tun, und lassen wir uns von anderen Märkten wie der Luftfahrtindustrie inspirieren. Aber die wichtigste Innovation, die sich bei unserer täglichen Arbeit ergibt, entsteht durch die Fragen, die unsere Kunden uns stellen. Dank der Herausforderungen und Verbesserungsmöglichkeiten, die sie in ihrem Produktionsprozess finden, untersuchen wir fast täglich etwas Neues.“

„Die wichtigste Innovation, die sich bei unserer täglichen Arbeit ergibt, entsteht durch die Fragen, die unsere Kunden uns stellen“

Lasst uns in diesen acht Stunden zusammen Spaß haben

Wenn wir über sein Team sprechen, sehen wir, dass er hochschnellt. Und zu Recht, die Energie der TSCer spürt man, sobald man das Gebäude betritt. Die neue Kantine ist groß, aber nur ein Teil davon ist mit einer langen Reihe von Tischen belegt. „Das zeigt es doch schon. Der Architekt hatte die Kantine mit lauter Tischgruppen eingerichtet. Schon am ersten Tag haben sie daraus einen langen Tisch gemacht. Und so sollte es auch sein, denn wir haben hier keine Gruppen, sondern ein enges Team. Ein Tag hat nur 24 Stunden. Acht davon schläft man, acht davon hat man frei und acht davon arbeitet man. Während dieser Stunden sollte man doch zusammen Spaß haben. Wir haben uns alle weitergebildet und verstanden, dass Geld verdient werden muss. Das ist unser gemeinsames Ziel. Wir müssen niemandem sagen, wie das geht. Und das ist schön. Wenn ich wegen eines Auftrages bei einem Kunden gewesen bin, fragen mich alle bei meiner Rückkehr wie es war. Sie sind engagiert, stolz und gehen alle Herausforderungen gemeinsam an, auch wenn es mal ein Problem gibt. Diese Leidenschaft, das ist schön. Und seien Sie ehrlich, wir haben doch den besten Job? Wir reisen um die ganze Welt und installieren überall schöne Produkte!“

Die neue Generation

Gerrit lacht: „Ich bin ein ziemlich fanatischer Chef. Diese Begeisterung und Leidenschaft sehe ich auch bei meinen Mitarbeitern. Ich bin stolz darauf, dass ich diese jungen Leute in einen fantastischen Job begleiten konnte und ich meine Begeisterung mit ihnen teilen konnte. Wir haben viel Arbeit für unsere zwanzig Mitarbeiter und unser neues Büro ist fertig. Ich bin der alte Geschäftsführer und sehe, dass die jungen Leute langsam das Ruder übernehmen und es noch besser machen als ich. Darauf bin ich wirklich sehr stolz. Wenn ich ausfalle sollte dies einfach weitergehen. Denn dieses Unternehmen ist so schön.“

„Wenn ich ausfalle sollte dies einfach weitergehen. Denn dieses Unternehmen ist so schön.“

Gerrit Koops - 20 years TSC Silos