Spezialist für den Bau Quadrat Silos

Was ist die Nettokapazität?

Bei der Dimensionierung eines Silos wird häufig von einem bestimmten Kapazitätsbedarf ausgegangen, zumindest dann, wenn es keine räumlichen Einschränkungen gibt. Bestimmt denken Sie jetzt: „Das ist doch ganz einfach!“ Länge mal Breite mal Höhe ergibt die Kapazität in m³. Das Ganze mit der Schüttdichte multipliziert ergibt die Tonnage. Das stimmt natürlich und ist tatsächlich ganz einfach.

Wie so oft muss aber in der Praxis differenziert werden. Mit der oben stehenden Formel lässt sich lediglich auf rasche Weise die Bruttokapazität errechnen. In der Praxis ist aber nur die Nettokapazität für Sie interessant.
Doch wie kann diese ermittelt werden?

  1. Art der Silowand: Ein Dammwandprofil bietet eine größere Kapazität als eine glatte (doppelte) Wand.
  2. Trichterform: Je größer der Trichterauslauf und je steiler der Winkel, desto größer ist auch die Nettokapazität.
  3. Aufbaueigenschaften: Je steiler der Aufbau des Produkts, desto geringer ist die Nettokapazität.
  4. Position des Zulaufs: Je weiter der Zulauf von der Mitte entfernt ist, desto weniger Nettokapazität bleibt übrig.

Der relative Einfluss der Punkte 2-4 nimmt zu, je geringer die Höhe des Silos ist. Bei niedrigen Silos kann die Nettokapazität prozentual gesehen erheblich unter der Bruttokapazität liegen.
Hier ein Schema zur Verdeutlichung: